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Umweltschonend Urlaub machen

Für viele Leute sind ein paar Wochen Urlaub im Jahr die einzige Möglichkeit, sich einmal richtig auszuspannen, sich etwas Zeit für sich selbst zu nehmen und sich für die geleistete Arbeit ein bisschen zu belohnen. Deshalb steht auch der Aspekt der Umweltverträglich bei der Urlaubsplanung der meisten Deutschen ziemlich weit hinten auf der Liste. Und das hat Folgen: Allein die Emissionsbelastung durch Flugverkehr, der ausschließlich auf den Tourismus ausgerichtet ist, ist erschreckend. Hinzu kommen immense Umweltschäden, die durch die extreme Vielzahl von Hotels entstehen, die dem nicht enden wollenden Bedürfnis der Menschen einen luxuriösen Urlaub in möglichst exotischen Gegenden zu machen, geschuldet sind. Eine pompöse Hotelanlage mitten der Wüste verschlingt zum Beispiel in wenigen Wochen so viel Wasser wie eine ganze Familie in Deutschland in mehr als einem Jahr braucht. Wenn auf den einst unberührten Urlaubsinseln dieser Welt hier ein neuer Golfplatz, dort ein riesiges Erlebnisbad und an der nächsten Ecke ein neues Einkaufszentre entsteht, dann müssen dafür in jedem Fall zahllose Hektarland erschlossen und zahlreiche Tier- und Pflanzenarten ihres Siedlungsraumes beraubt werden.

Stillschweigend erklären wir uns mit einer Vielzahl von Umweltsünden einverstanden, wenn wir uns in ein Flugzeug setzen, ans andere Ende der Welt fliegen und es uns in unserem exotischen Urlaubsparadies gut gehen lassen. Dabei ist Urlaub machen auf so viele verschiedene Weisen möglich, von denen die meisten der Umwelt kaum Schaden zufügen und die zudem in vielen Fällen auch noch unseren Geldbeutel schonen. Hier finden Sie einige einfache Regeln, an die Sie sich bei Ihrer Urlaubsplanung halten sollten – der Umwelt zur Liebe.

Regel 1: Warum in die Ferne schweifen? Muss es denn wirklich die Fernreise sein? Der Flugverkehr verursacht schon heute jedes Jahr weit über 300 Millionen Tonnen Treibhausgase, deren Auswirkungen zudem noch dreimal schlimmer sind als am Boden ausgestoßene Gase. Diese Tendenz ist seit Jahren steigend, was in erster Linie durch die immer mehr auf Flugverkehr setzende Tourismusbranche verursacht wird. Denken Sie also noch mal nach, ob sie nicht auch mit dem Zug oder zur Not mit dem Auto an ihr Ziel gelangen können bzw. ob es nicht viel näher auch wunderschöne Urlaubsziele gibt!

Regel2: Vermeiden Sie riesige und pompöse Hotelanlagen und achten Sie am besten bei der Wahl ihrer Hotels auf ein Ökosiegel.

Regel3: Vergessen Sie bitte ihre gute Kinderstube nicht! Gerade in Hotels oder Ferienhäusern haben die Menschen das Gefühl, Energiesparen sei gerade mal nicht so wichtig. Oft bringen Urlauber Argumente wie „Ich habe es ja auch bezahlt!“ oder gar „Die eine Woche, in der ich hier Wasser verschwende, wird schon nicht schaden!“ Nur ist es leider nicht nur die eine Woche, die Sie Urlaub machen, sondern nach Ihnen kommt direkt der nächste Gast, der genau wie Sie „nur eine Woche“ bleibt. Ein ähnliches Phänomen lässt sich beim Müll-Verhalten von Urlaubern beobachten. Auf Reisen sind zum Beispiel in Plastik eingeschweißte Lebensmittel besonders beliebt und wenn man nach dem Picknick im Wald keinen Mülleimer zur Hand hat, dann werden die Reste kurzer Hand liegen gelassen. Die Liste solcher ‚kleiner Sünden‘, die Urlauber sich zu Hause nicht erlauben würden, ist lang. Also beobachten Sie sich selbst und tun Sie bitte im Urlaub nichts, was Sie bei sich zu Hause nicht auch tun würden!

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